Info

Unternehmer Radio - Unternehmensnachfolge und Digitalisierung - Alt-Inhaber und Experten berichten

Alt-Inhaber berichten von ihrer Unternehmensnachfolge. Darüber hinaus sprechen wir mit Experten darüber, wie die Nachfolge trotz dem massiven Mangel an Nachfolgern erfolgreich gelingen kann und wie wir die Digitalisierung nutzen können, um den Wert und die Attraktivität des Unternehmens vor dem Verkauf zu steigern. WARUM UNTERNEHMER SICH FRÜHZEITIG UM DIE VORBEREITUNG DER UNTERNEHMENSNACHFOLGE KÜMMERN SOLLTEN: Ihr Lebenswerk wird fortgeführt: Mitarbeiter und Kunden können weiter von Ihrer Firma profitieren. Eine Tradition kann weiterleben. Steuern sparen: Verschaffen Sie sich Vorteile, indem Sie frühzeitig alle erbschaftssteuerlichen Vorkehrungen treffen. Einen passenden Nachfolger finden: An Nachfolgern mangelt es extrem. Finden Sie einen Nachfolger, der Ihre Firma erfolgreich weiterführen kann, um Ihren Kaufpreis auch zurückzahlen zu können. Einen guten Kaufpreis erzielen: Eine gute Vorbereitung der Nachfolge stärkt Ihre Verhandlungsposition im Verkaufsgespräch. Den Unternehmenswert steigern: Nutzen Sie die Digitalisierung, um neue Kunden zu gewinnen und Prozesse effizienter zu machen. Kunden und Mitarbeiter rechtzeitig mitnehmen: Es braucht Zeit und Ruhe bis Mitarbeiter und Kunden sich an den bevorstehenden Veränderungsprozess gewöhnen. Zahlreiche Unternehmen stehen derzeit vor zwei große Herausforderungen. Zum einen muss die Unternehmensübergabe bei einem Rekordtief an Unternehmensnachfolger bewältigt werden. Zum anderen fehlt es vielen Unternehmen an internen Kompetenzen, um die Digitalisierung von Prozessen, Geschäftsmodellen und der Kundengewinnung voran zu treiben. In den meisten Fällen greifen jedoch beide Bereiche stark in einander, um das Zukunftspotenzial und den Verkaufspreis vor der Übergabe zu erhöhen. Für junge Nachfolger ist der Stand der Digitalisierung ein wesentlicher Faktor dafür, wie zukunftsfähig ein Unternehmen in einer digitalen Welt sein kann. Sowohl die Nachfolgeregelung als auch die Digitalisierung benötigen eine Vorlaufzeit von zwei bis drei Jahren. Unternehmer, die sich rechtzeitig um diese beiden Handlungsfelder kümmern, nehmen aktiv Einfluss darauf einen passenden Nachfolger zu finden und den Unternehmenswert durch die Beachtung bestimmter Schlüsselfaktoren zu steigern.
RSS Feed Subscribe in iTunes
Unternehmer Radio - Unternehmensnachfolge und Digitalisierung - Alt-Inhaber und Experten berichten
2017
June
May
April
March
February
January


All Episodes
Archives
Now displaying: February, 2017
Feb 28, 2017

Die Nachfolgedurchführung schließt sich direkt an die Vorbereitungsphase an. Nachdem die ersten Überlegungen getroffen wurden, geht es nun ans Eingemachte. So ist die Durchführung zunächst abhängig von der gewählten Übergabeform. Während eine familien- oder unternehmensinterne Übergabe vor allem psychologische Faktoren beinhaltet, stehen bei einem externen Verkauf andere Punkte im Fokus. In dieser Folge erfahren Sie nun, um welche Unterschiede es konkret geht und welche Schritte in der Nachfolgedurchführung eingeleitet werden.

Weitere Informationen unter: www.unternehmer-radio.de

 

Die Fragen aus Episode #010 Nachfolgedurchführung:

Welche unterschiedlichen Formen der Übertragung gibt es?

Welche Besonderheiten sind bei einer familieninternen Nachfolge zu bedenken?

Gibt es auch bei der Übergabe an einen MItarbeiter spezielle Punkte zu beachten?

Wie sieht dies bei einem Verkauf an einen Dritten aus? (Transaktionsphase)

Welchen Unterschied macht es, ob ich an einen Käufer übergebe oder an eine ganze Firma?

Und wie findet man überhaupt einen geeigneten Käufer?

Wie geht es nach der Suche weiter?

Und dann?

Und was passiert nun nach der Nachfolgedurchführung?

 

Feb 24, 2017

Die eigene Firma verkaufen zu müssen, kann bedeuten, dass eine Familientradition zu Ende geht.

Benjamin Küsters dachte zunächst, er solle die Unternehmensübergabe als Familienmitglied nur begleiten. Als der große Bruder und eine gemeinsame Weiterführung des Betriebes zusammen mit der eigenen Schwester keine Lösung darstellten, hing es an ihm.

Ein fließender Übergang, eine offene Kommunikation im Betrieb und der Rückhalt der eigenen Familie führten die Unternehmensnachfolge zum Erfolg.

Weitere Informationen zur Episode, zum Gartenhof Küsters und zum Thema Unternehmensnachfolge finden Sie auf unserer Webseite: http://www.unternehmer-radio.de/

Die Highlights aus Episode #009 mit Benjamin Küsters

1:20: Vorstellung Benjamin Küsters, Sohn und Nachfolger des Unternehmers Werner Küsters, der das Unternehmen Gartenhof Küsters 2012 übernommen hat.

3:30 Benjamin Küsters stammt aus einer Garten- und Landschaftsbau Familie, in der die Geschwister ebenfalls als potenzielle Nachfolger in Frage kamen.

4:35 Zunächst ist er selbst davon ausgegangen, dass die älteren Geschwister den Betrieb übernehmen würden. Somit ergaben sich nach der Ausbildung neue Wege in Richtung Politik und Wirtschaft.

8:00 Nach einigen Umwegen wurde dann das Thema Nachfolge doch relevant.

8:50 Alle drei Kinder sollten am Prozess und der Entscheidung für die Nachfolge beteiligt werden.

9:00 Die erste Idee war dann, die Nachfolge zusammen mit der älteren Schwester anzutreten. Jedoch konnte keine Einigung mit der Schwester gefunden werden – zum Verständnis von Benjamin Küsters.

15:00 Die Übergangsphase gestaltete sich fließend, sodass Benjamin Küsters langsam ins Unternehmen hinein finden konnte. Auch die Mitarbeiter konnten sich auf diese Art an den zukünftigen Unternehmensnachfolger gewöhnen.

19:00 Die zukünftige Übergabe des Betriebs wurde frühzeitig und offen im Unternehmen kommuniziert. Benjamin Küsters schätzt dies als besonders wichtig ein, um eventuelles Konfliktpotenzial vermeiden zu können.

20:35 Vater und Sohn sind nicht immer einer Meinung. Jedoch sind sich beide einig, dass die Entwicklung des Unternehmens immer im Vordergrund stehen sollte.

21:35 Als Nachfolger möchte man zwar insgesamt keine Fehler machen, aber dies gehört dazu, um eben daraus lernen zu können.

23:35 Bei Unsicherheiten sucht der neue Geschäftsführer das Gespräch mit den eigenen Mitarbeitern, um nach Lösungen zu suchen.

24:50 Besonders bei familieninternen Nachfolgen ist es nicht immer ganz leicht, dem Sohn oder der Tochter den nötigen Freiraum zu geben, um in die Verantwortung hineinwachsen zu können.

26:30 Eine mögliche Lösung kann ein abgesteckter Verantwortungsbereich sein, in dem sich der Nachfolger „austoben“ kann, um Erfahrungen zu sammeln.

28:50 Als Unternehmer ist es wichtig, darauf zu achten, nicht unersetzlich für das Unternehmen zu werden.

30:00 Die Arbeitszeit als neuer Geschäftsführer wird von Benjamin Küsters als moderat empfunden. Es gibt sowohl intensive, als auch weniger intensive Zeiten.

30:50 Das Unternehmersein ist Benjamin Küsters sehr wichtig, aber die Familie und die eigenen Interessen dürfen dabei nicht zu kurz kommen.

35:40 Die Zeit der Übergabe war intensiv, jedoch ist die Verantwortung gegenüber Frau und Kindern sowie der Firma nie zu viel geworden. Denn Benjamin Küsters konnte mit der Zeit an seinen Aufgaben wachsen.

38:08 TIPP für Unternehmer und Nachfolger: Versuchen durch die Brille des anderen zu schauen – Verständnis für beide Seiten haben – besonders auch gegenüber dem Unternehmer, der das Unternehmen mit Herzblut aufgebaut hat.

40:00 Benjamin Küsters wünscht sich, dass sein Vater noch lange Zeit Teil des Unternehmens bleiben wird.

41:00 Auch der externe Nachfolger sollte versuchen viel Vertrauen zum Unternehmer aufzubauen. Vertrauen gilt als Basis, um gemeinsam die Unternehmensnachfolge möglichst erfolgreich zu bewältigen.

43:25 Der Nachfolger sollte stets respektvoll in der Kommunikation mit dem Altunternehmer agieren und die Motive des anderen hinterfragen: Warum hat der Unternehmer diese Wertvorstellung? Wie kann man aufeinander zugehen?

45:25 Die Entscheidung von Benjamin Küsters letztendlich eine Nachfolge zu vollziehen, basierte insbesondere darauf, dass der Betrieb ohne seine Zusage hätte verkauft werden müssen. Der Verkauf war für ihn jedoch keine akzeptable Option.

50:00 Abschluss Kommentar von Danilo Manca und Prof. Dr. Holger Wassermann.

Haben Sie Fragen an den Gast oder zur Nachfolge? Nutzen Sie unser Kontaktformularhttp://www.unternehmer-radio.de/kontakt/

 

Webseite Gartenhof Küsters: http://www.gartenhof-kuesters.de/

Feb 21, 2017

Die Vorbereitung der Betriebsübergabe kann im individuellen Fall sehr zeitintensiv werden. Klar ist, je früher man mit der Vorbereitung beginnt, umso mehr Zeit gewinnt man, um bestmögliche Bedingungen für die Übergabe zu schaffen. 

Fragen, die in dieser Episode geklärt werden:

Wann beginnt die langfristige Nachfolgeplanung?

Welche steuerrechtlichen Themen sind zu berücksichtigen?

Wie kann die Finanzierung des Kaufpreises vorbereitet werden?

Lässt sich der Wert der Firma während der Vorbereitungsphase steigern?

Was sollte in den letzten 3-5 Jahren und im letzten vor dem Verkauf erledigt werden?

 

Weitere Infos auch auf www.unternehmer-radio.de

Feb 17, 2017

Rainer Link hat sich durch eine erfolgreiche Betriebsübernahme ein zweites Standbein gesichert. Nachdem er selbst schon ein Unternehmen gegründet hatte, wagte er 2013 den Unternehmenskauf von Lemo-Solar. Dank dem richtigen Berater an seiner Seite führt er das Unternehmen heute erfolgreich fort. Dabei geht er mit der Zeit und legt den Fokus unter anderem auf die Bedeutsamkeit der Digitalisierung. Wie die richtige Chemie und der nötige Wohlfühlfaktor Herrn Link zum Erfolg führten.

 Für weitere Informationen: www.unternehmer-radio.de

Die Highlights aus Episode #007 mit Rainer Link

01:18 Vorstellung des Nachfolgers Rainer Link.

04:01 Das Unternehmen Lemo-Solar stellt unter anderem Bausätze für Schulen zur Verfügung. Daraus resultiert ein Kursangebot der Schulen im Bereich Solartechnik.

04:58 Thema Solar im Trend: Veränderung des Wachstums der Solartechnik bezüglich des Modellbaus.

05:30 Rainer Link hatte vor der Betriebsübernahme von Lemo-Solar bereits ein Unternehmen gegründet. Dieses beschäftigt sich vor allem mit dem Bau von Prototypen.

06:23 Unterschied zwischen einer Neugründung und einer Betriebsübernahme: Die Unternehmensnachfolge erfordert eine geringere Vorlaufzeit. Denn ein Kundenstamm existiert bereits, wodurch der Betrieb einfach weiter läuft. Nachteil: Führungsstil des Unternehmens muss zunächst mit übernommen werden.

08:52 Inhaber-Abhängigkeit bei kleineren Unternehmen.

09:20 Rainer Link hat die nexxt-change Börse der IHK für die Unternehmenssuche genutzt. Nachdem er den Alteigentümer Werner Lehnert zunächst aus den Augen verlor, kam es dann 2013 zum Kaufangebot.

12:40 Nach Link bleibt das Hemmnis der möglichen Betriebsübernahmen der überhöhte Kaufpreis vieler Inhaber, die ihr eigenes Unternehmen oft überschätzen.

15:52 Der Prozess der Betriebsübernahme und seine Dauer

18:31 Die größte Herausforderung im Rahmen der Übergabe war für Herrn Link das Kennenlernen der neuen Technologie und des Kundenstamms.

21:02 Finanzierung: Rainer Link nimmt neben einer Beteiligungsform beispielsweise auch unterschiedliche Kredite in Anspruch.  Besonders wichtig ist es für ihn, einen Bänker des Vertrauens zu haben.

22:12 Die richtige Chemie: Zwischen Herrn Lehnert und Herrn Link besteht weiterhin ein Beratungsverhältnis.

23:31 Welche Änderungen sind am Unternehmen vorgenommen worden? Die Kundenstruktur wurde in Bezug auf die Schulen erweitert. Intern fand eine Umorganisation des Warenlagers statt und auch die Produkte werden nach und nach professioneller gestaltet. Zudem ist der Auftritt auf Messen nun ein anderer.

25:54 Die wichtige Rolle der Digitalisierung (Online Shop).

26:39 Tipps für andere Nachfolgeinteressierte: Sie sollten sich unbedingt einen Berater an die Seite holen und den Prozess der Betriebsübernahme mit „vier Augen“ durchleuchten. Besonders wichtig sind für Link auch die Chemie zum Alteigentümer und der Wohlfühlfaktor im neuen Unternehmen.

27:58 Tipps für andere Altunternehmer: Laut Rainer Link sollte man sich frühzeitig auf die Nachfolge vorbereiten, viele Unternehmer tun dies bislang nicht. Seien Sie offen für Neues und ehrlich zu Ihrem Nachfolger.

29:13 Wie sieht die Zukunft nach der Betriebsübernahme für Lemo-Solar aus?

30:50 Verabschiedung Herr Link.

32:01 Eindrücke von Holger Wassermann und Danilo Manca, Schlusswort.

Webseite von Lemo-Solar: www.lemo-solar.de

Feb 14, 2017

Wer die Unternehmensnachfolge frühzeitig planen möchte, sollte sich mit den einzelnen Phasen des Nachfolgeprozesses vertraut machen. Denn die Vorbereitung des Betriebes, die Suche nach einem geeigneten Nachfolger und die tatsächliche Transaktionsphase können unter Umständen zeitintensiv werden.

Folgende Fragen werden gestellt:

  • Was passiert in der ersten Phase der Vorbereitung?
  • Wie läuft die zweite Phase, also die eigentliche Übertragung ab?
  • Was passiert in der dritten Phase nach der Übertragung?
  • Wann soll man mit der Nachfolge beginnen?
  • Wie könnte das also im Beispiel aussehen?

In den nächsten Lexikon Episoden werden die einzelnen Phasen dann etwas tiefer durchleuchtet.

Weitere Infos auf: www.unternehmer-radio.de

Feb 10, 2017

Die Unternehmensübergabe von kleinen Unternehmen ist häufig eine besondere Herausforderung, da mit dem Unternehmer, wie z.B. in diesem Fall 50% der Belegschaft das Unternehmen verlässt. Doch bestimmte Übergabemodelle und früh geschaffene Voraussetzungen, haben es Herr Lehnert ermöglicht seinem Hobby - Erfinder zu sein - wieder mehr Raum im Leben zu geben.

Für weitere Informationen: www.unternehmer-radio.de

Die Highlights aus Episode #005 mit Werner Lehnert

1:15 Vorstellung des Unternehmers Werner Lehnert.

2:22 Vorankündigung des Interviews mit dem Unternehmensnachfolger Rainer Link, das am 17. Februar als Episode #007 beim Unternehmer Radio veröffentlicht wird.

3:00 Hr. Lehnert kommt von seinem Hobby, den ferngesteuerten Autos zur Modell- und Solartechnik. Er hat Bücher zu elektronischen Schaltungen geschrieben. Die begeisterten Leser haben dann die erwähnten Bausätze und Produkte fleißig nachgefragt. So entstand nebenberuflich ein zweites Standbein, das dann jedoch zügig die eigene Freizeit und die Zeit für den Familienurlaub intensiv beanspruchte. Die Entscheidung zur Gründung von Lemo-Solar wurde geboren.

5:33 Durch seinen Erfindergeist hat Werner Lehnert weitere neue Ideen und Produkte umgesetzt und über die Firma verkauft.

6:24 Am Anfang wurden jährlich fünf Modellbaumessen mitgemacht, Kataloge verteilt, dann kam der Online-Shop, der Absatz für den weitere neue Produkte ermöglichte.

7:40 Lemo-Solar hatte sich nach 4 Jahren als Profi-Ansprechpartner innerhalb der Messen etabliert, sodass auch Schulen auf Werner Lehnert aufmerksam geworden sind. So hatte sich ein neuer Vertriebszweig für Lehrmittel und Schulbedarf ergeben.

8:35 Bereits nach drei Jahren wurde ein Online Shop aufgesetzt, dessen 1.600 Produkt-Fotos von Hr. Lehnert selbst fotografiert wurden. Da er sich auch hier ein weiteres Hobby zu Nutze machen konnte, wurden erhebliche Kosten für die Fotoproduktion gespart.

10:40 Das Unternehmen blieb bis zum Verkauf ein kleiner Familienbetrieb, den Herr Lehnert mit seiner Frau führte und die Söhne in den Ferien unterstützen.

11:35 Hr. Lehnert: „Wenn man eine Firma verkaufen möchte, müssen mehrere Dinge zusammenpassen…“

  • gute Produkte, guter Service
  • das Unternehmen muss schwarze Zahlen schreiben
  • Leidenschaft muss dahinter stecken, Bücher müssen stimmen damit das Unternehmen durch einen Nachfolger übernommen werden kann

12:20 Grund für den Verkauf: Wenig Zeit, viele Projekte sind in der Zeit als Unternehmer liegen geblieben, keine Zeit mehr zum Erfinden. Die Frage, die beim Ehepaar Lehnert aufkam: Vergrößern (Mitarbeiter einstellen, Grundstück kaufen, etc) oder verkaufen?

14:00 Der Aha-Moment zu verkaufen, kam durch ein Projekt der IHK – Nexxt Change.

15:50 Der Berater vom Nachfolger war die größte Herausforderung, der die Forderung stellte, dass Herr Lehnert für den wirtschaftlichen Erfolg von Lemo-Solar verantwortlich ist. Mit diesem Berater konnte nicht weiter verhandelt werden, da neben dem auch kein technisches Verständnis vorhanden war.
Die Branchenkenntnis des Verkaufsberaters kann eine Schwachstelle werden. Dennoch sollte stets ein neutraler und sauberer Übergabeprozess im Vordergrund stehen.

20:00 Herr Lehnert ist auch nach dem Verkauf weiterhin als Berater für das Unternehmen tätig, weil ihm der Bestand des Unternehmens weiter sehr am Herzen liegt.

20:40 Der Übergabeprozess hat 7 Monate gedauert.

22:15 Nach dem Verkauf kam ein neues Lebensgefühl auf:

  • Es es schön, nach dem Urlaub mit einem entspannten Gefühl Heim zu kehren, ohne den Druck der Firma im Nacken
  • Lange Reisen sind wieder möglich
  • Mehr Zeit für Kinder und Enkel
  • Und vor allem mehr Zeit zum Erfinden, Tüfteln und für die Freunde – das Leben ist wesentlich entspannter geworden

24:00 Die besten Ratschläge an Unternehmer, die ihr Unternehmen verkaufen möchten:

  • Die Unternehmensnachfolge nicht nicht alleine umsetzen wollen
  • IHK Angebote zum Thema Nachfolge prüfen
  • Einen guten Berater mit ins Boot holen
  • Gesunder Menschenverstand

 

25:10 Die familieninterne Nachfolge kam nicht in Frage, weil die Söhne eigene Wege gegangen sind.

31:50 Schlusswort und Eindrücke von Prof. Dr. Wassermann: Die Unternehmensübergabe von Kleinbetrieben ist eher die Ausnahme, aber durch den Online-Shop (der die Kundenbeziehungen aufrecht erhält) und dadurch, dass Unternehmer und Nachfolger sich gesucht und gefunden haben – ist es doch zu einem schönen Nachfolge-Ergebnis gekommen.

 

Ressourcen aus der Episode:
Lemo-Solar im Internet: http://lemo-solar.de/
Unternehmensnachfolge Marktplatz: nexxt-change.org
Erfinder Club: www.erfinder-nok.de
Buch auf Amazon: Elektronische Schaltungen von Werner Lehnert

Feb 7, 2017

Im November 2016 erschien der aktuelle Report zur Unternehmensnachfolge 2016 von der DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag). Dieser Report gibt einen Blick auf die deutschlandweite Gesamtsituation zur Nachfolge im Mittelstand. Neben wenigen positiven Aspekten, spitzt sich die Lage in den neuen Bundesländern zu. Wir haben mit Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge bei der DIHK zum neuen Report gesprochen.

Die Highlights aus Episode #004:

1:38 Vorstellung Dr. Marc Evers und DIHK

2:15 Die Zusammenfassung der Ergebnisse: DIHK sieht Lichtblicke in Sachen Nachfrage der Nachfolger, aber auch die Anzahl der Unternehmer, die übergeben möchten.

3:23 Der Mittelstand ist zunehmend für das Thema Unternehmensnachfolge sensibilisiert.

4:00 Die jüngere Generation, auch Generation-Y genannt, geht zunehmend eigene Wege.

4:35 Wenig geändert hat sich, dass die Senior-Unternehmer sich zu spät auf die Nachfolge vorbereiten.

5:40 Das Thema Digitalisierung sollte als große Chance für den Mittelstand und die Unternehmensnachfolge angesehen werden. Firmeninhaber, die sich zu spät mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen, werden es schwerer haben, einen passenden Nachfolger zu finden.

7:05 Die größte Herausforderung zwischen Unternehmer und Nachfolger ist der Kaufpreis. Gründe für die höheren Preisvorstellungen der Senior-Unternehmer sind tatsächlich niedrigere Marktpreise, die s.g. Herzblut-Rendite und notwendige Investitionen (auch in Bezug auf Digitalisierung).

10:10 Kleinere Unternehmen werden teilweise sehr mit dem Unternehmer selbst identifiziert. Die Herausforderung liegt darin, sich frühzeitig als Inhaber herauszulösen, damit der Betrieb nicht zum Erliegen kommt, sofern der Senior-Inhaber die Firma verlässt.

11:15 Vierzig Prozent aller Übernahmeinteressenten unterschätzen die Aufgabe als Nachfolger. Denn die Übernahme ist aufgrund vieler komplexer Änderungsprozesse alles andere als die Gründung „im gemachten Nest“.

14:50 Es gibt keine Standardformel für die Nachfolge. Wichtig ist, sich an notwendigen Punkten die passende Beratung einzuholen, um das Unternehmen in einen nachfolgefähigen Zustand zu versetzen.

16:23 Die familieninterne Nachfolge ist meist die gewünschte Form der Nachfolge. Dafür ist es wichtig, auch persönliches „internes Marketing“ zu Hause zu betreiben, damit das Unternehmen zu Hause von den Kindern auch als positiv wahrgenommen werden kann.

18:00 Wenn ein/e Unternehmer/in beispielsweise mit 65 Jahren aufhören möchte, um eine Weltreise oder ähnliches zu unternehmen, dann sollte er/sie bereits mit 55 Jahren anfangen, die familieninterne Nachfolge vorzubereiten und offen zu kommunizieren.

19:20 Die Industriebranche hat den größten Druck, einen Nachfolger zu finden. Das aktuelle Verhältnis ist fünf zu eins, sprich fünf Unternehmen treffen auf einen Übernahmeinteressenten.

22:00 Die Nachfolge ist wie eine Gründung zu betrachten. So kann es auch notwendig oder möglich sein, die Nachfolge im Team anzutreten. Jedoch muss auch bei der alleinigen Gründung ein hohes Maß an Teamfähigkeit vorhanden sein.

23:45 Die Führungskompetenz ist die zentrale Kompetenz, die notwendig ist, wenn ein Betrieb übernommen werden soll.

37:35 Haben Sie Fragen an den Gast oder zur Nachfolge? Nutzen Sie unser Kontaktformularhttp://www.unternehmer-radio.de/kontakt/

24:47 Schlusswort und Eindrücke von Prof. Dr. Wassermann.

26:08 Ein wichtiger Tipp von Dr. Marc Evers: Unternehmensnachfolge beginnt schon mit der Existenzgründung. Daher ist es ganz wichtig, einen IHK-Notfallkoffer anzulegen. Wir haben in der Episode #003: Nachfolge Lexikon – Der IHK-Notfallkoffer bereits darüber berichtet.

 

Die Zusammenfassung der besprochenen Ergebnisse:

  • 9% Zuwachs an Senior-Unternehmer auf Grund der Domgraphie, in neuen Bundesländer sogar 20% Zuwachs
  • die Herausforderung für Unternehmer steigt
  • die Nachfrage der Übernahmeinteressenten steigt erstmalig nach drei Jahren an
  • die Informationsangebote werden vermehrt von Unternehmern wahrgenommen
  • die große Hürde ist der Kaufpreis
  • Wer sein Unternehmen nicht in Bezug auf die Digitalisierung fit macht, wird es schwer haben, einen Nachfolger zu finden.

Dieser Report basiert auf Einschätzungen der IHK Berater aus insgesamt 79 IHKs vor Ort und deren 21.000 Unternehmerkontakten sowie eine statistische Auswertung des IHK-Service zur Unternehmensnachfolge.

 

Quellen und weiterführende Informationen und Ressourcen:
DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2016: http://www.dihk.de/themenfelder/gruendung-foerderung/unternehmensnachfolge/umfragen-und-prognosen
Dr. Marc Evers: http://www.dihk.de/personal/dr-marc-evers

1